Schwerpunkte im Bild setzen und klare Botschaften senden

Eine gute Fotografie lenkt den Blick des Betrachters auf die Kernbotschaft des Bildes. Dies geschieht nicht nur durch geschickte Linienführung, sondern auch durch die Unterteilung von Vorder- und Hintergrund – etwa mittels gezielt eingesetzter Unschärfen – und die bewusste Auswahl der richtigen Perspektive. So wirkt etwa ein ansonsten klein und unscheinbar wirkendes Objekt viel größer, wenn es aus der Nähe fotografiert wird. Ein gutes Beispiel ist die zarte kleine Blüte, die – auf kurze Distanz abgelichtet – zum bildfüllenden Kunstwerk der Natur wird.

© Josep Rovirosa/Westend61

Die Perspektive, also die Richtung, aus der ein Motiv fotografiert wird, entscheidet darüber, vor welchem Hintergrund ein Gegenstand erscheint. Außerdem ändert sich je nach Aufnahmewinkel der Lichteinfall und damit ein weiterer wesentlicher Faktor für die Bildwirkung. Als dritte Gestaltungsmöglichkeit für den Bildaufbau ist die Aufnahmehöhe zu nennen: Eine überhöhte Aufnahmeposition erzielt ganz andere visuelle Effekte als die Aufnahme auf gleicher Höhe mit dem Objekt oder die Froschperspektive.

© Kniel Synnatzschke/Westend61

Aber auch die Positionierung des zentralen Motivs innerhalb des Bildes ist von großer Bedeutung, wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit des Betrachters zu gewinnen und seinen Blick auf das wesentliche Element zu lenken: Unter Zuhilfenahme von Drittelregel und „Goldenem Schnitt“ lassen sich mehr Spannung und Dramatik im Bildaufbau erzielen.

© Gemma Ferrando/Westend61

Der Goldene Schnitt wurde bereits von den alten griechischen Mathematikern beschrieben und ist ein bis heute gültiges Prinzip für die harmonische Gestaltung eines Bildes. Die aus diesem Prinzip entwickelte Fibonacci-Zahlenreihe und die daraus abgeleitet Gestaltungspirale dienen der mathematisch exakten Ermittlung der optimalen Motivposition im Bild. Etwas einfacher funktioniert die so genannte „Drittelregel“, die aber demselben Zweck dient: Sie unterteilt das Bild mittels zweier senkrechter und zweier waagrechter Linien in neun etwa gleichgroße Rechtecke. Das Hauptmotiv sollte an einer dieser Linien, im Idealfall an einem der vier Schnittpunkte liegen.

Die Befolgung dieser Regel führt zu einer dezentralen Anordnung des Motivs und damit zu einer harmonischeren und interessanteren Wirkung der Fotografie, während eine zentrale Positionierung ruhig und statisch wirkt. Natürlich gibt es auch Fälle, in denen letzterer Effekt erwünscht ist – dann ist es an der Zeit, die Drittelregel einmal zu brechen. Auch hier gilt also: Keine Regel ohne Ausnahme.

Gerade in der Werbefotografie ist ein ansprechender Bildaufbau von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, ein Produkt oder eine Dienstleistung vorteilhaft in Szene zu setzen. Denn der erste Eindruck entscheidet darüber, ob das Auge des Betrachters die Botschaft aufnimmt oder ob der Blick weiterschweift und nach interessanteren Reizen in der digitalen Bilderflut sucht.

© Spotcatch/Westend61

Mit dem Blick für das Wesentliche, aber auch mit dem Gefühl für das gewisse Etwas ausgesuchte Bilder sind ein wichtiger Faktor im Buhlen um die Gunst des potenziellen Käufers. Westend61 hilft mit einen besonders hochwertig kuratiertem Portfolio Kunden bei der zielgenauen Umsetzung ihrer Werbebotschaften – ein Wettbewerbsvorteil, der absolut ausschlaggebend sein kann.

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