Mit „Playfulness“ spielend in
 der digitalen Welt bestehen

Je komplexer die vernetzte Welt von heute wird und je schneller sie sich ändert, umso überholter sind starre Organisationsmuster und Herangehensweisen im Arbeitsleben. Denn in einer Zeit, in der das einzig Beständige der Wandel ist, werden Flexibilität und Kreativität immer wichtiger. Zukunftsfähige Firmen räumen ihren Mitarbeitern deshalb mehr Spielräume ein, um kreative Prozesse zu fördern, die Innovationen erst möglich machen. Hierzu ist ein neuer Führungsstil nötig, der auch eine spielerische Herangehensweise an komplexe Problemstellungen nicht nur gestattet, sondern sogar ausdrücklich dazu ermutigt.

© JOSEFFSON/Westend61

Eine spielerische Auseinandersetzung mit der Welt und ihren Herausforderungen galt lange Zeit allenfalls als ein Vorrecht der Kinder, die im Spiel die Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben, mit der sie später im „Ernst des Lebens“ bestehen können.

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In der Welt der Erwachsenen hingegen – und in den Chefetagen allemal – wurde diese Leichtigkeit lange geringgeschätzt, wurde als kindisch und Eigenheit unzuverlässiger Leute betrachtet. Inzwischen setzt sich allerdings die Erkenntnis durch, dass eine gewisse Verspieltheit im Dschungel der digitalen Revolution das Überleben sichern kann. Mehr noch: Unter dem Trendbegriff „Playfulness“ wird Verspieltheit zum Wettbewerbsvorteil, wenn es darum geht, welches Unternehmen die kreativen Potenziale seiner Mitarbeiter am wirkungsvollsten erschließen kann.

Auch in der Berufswelt von morgen werden feste Strukturen und vorgegebene Prozesse weiterhin unverzichtbar sein. Sie werden aber so weit aufgelockert werden müssen, dass der arbeitende Mensch genug Spielraum zur Entfaltung seiner Kreativität hat. Erst so entsteht eine Unternehmenskultur, in der der Mitarbeiter Höchstleitungen bringen kann – und zwar nicht, weil ihm sein Chef drohend im Nacken sitzt, sondern weil er in seiner Tätigkeit aufgeht und es ihm Spaß macht, alle Register seines Könnens zu ziehen.

© DANIEL INGOLD/Westend61

Hierzu bedarf es auf den Führungsebene einer neuen Sicht vom Mitarbeiter, weg von der „alten“ Arbeitswelt, in der der Mitarbeiter vor allem zu „funktionieren“ hat, hin zu einem neuen betrieblichen Miteinander mit weniger „Kontrolle“ und Möglichkeiten zur Selbstorganisation jedes Einzelnen. Auf dem Weg zu diesem Ziel spielt „Playfulness“ eine entscheidende Rolle. Denn erst ein spielerischer Ansatz bei der Lösung komplexer Probleme und Aufgabenstellungen macht offen für Neues, für den Blick nach links und rechts von ausgetretenen Pfaden, „Playfulness“ ermöglicht eigene Erkenntnis statt Nachbeten fester Regeln, führt letztlich zu Innovationen und über sie möglicherweise sogar zu revolutionären Neuerungen – auf welchem Feld auch immer.

Das Ideal dieser „schönen neuen Arbeitswelt“ – denn wir alle wissen, dass sie noch keineswegs überall Realität ist – weist durchaus Parallelen zu virtuellen Spielwelten auf.

© DAVID PEREIRAS/Westend61

Und zweifellos wird die Generation der „Digital Natives“ mit ihrer Erfahrung auf diesem Gebiet über kurz oder lang das Erwerbsleben in dieser Richtung verstärkt mit- und umgestalten. In dem Maß, in dem feste Regeln und Routinen zunehmend aufgeweicht werden, verschwimmen auch die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit. Ganz klar, dass spielerische Elemente aus dem Freizeitbereich Einzug in die Büros halten

© ZELJKO DANGUBIC/Westend61

– und das nicht etwa, weil hier lauter alberne große Kinder am Werk wären, sondern weil sich in vielen Firmen langsam, aber sicher die Erkenntnis durchsetzt, das zufriedene Mitarbeiter engagierter bei der Sache sind.

Moderne Mitarbeiterführung wird also immer weniger nach dem Prinzip „Chef brüllt, und alle springen“ funktionieren, sondern es wird verstärkt darauf ankommen, als Führungskraft in einem Team ein Wir-Gefühl zu schaffen und zu fördern, in dem sich die einzelnen Teammitglieder sozusagen ganz locker die Bälle zuspielen.

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Dazu gehört auch, dass niemand Angst haben muss, wenn ihm der Ball einmal runterfällt – Scheitern muss möglich sein, so lange es nicht zur Regel wird, und muss als notwendiger Schritt auf dem Weg zum Ziel gesehen werden, anstatt mit dem Makel des Versagens behaftet zu sein.

Vorreiter in Sachen „Playfulness“ sind zweifellos die Firmen, in denen Kreativität Hauptantriebsfeder ihrer Mitarbeiter und wichtigstes Qualitätsmerkmal ihrer Produkte ist. Welches Beispiel läge hier näher als Westend61? Das Geschäftsmodell von Westend61 wurde erst durch die neuen Möglichkeiten der digitalen Revolution möglich und das Unternehmen musste immer wieder auf den steten Wandel der vernetzten Welt reagieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Einfallsreichtum bei der Vermarktungsstrategie geht Hand in Hand mit der Kreativität der Fotografen, mit denen Westend61 zusammenarbeitet – eine sehr gedeihliche Verbindung, wie man beim Blick ins Portfolio feststellen wird. Gerade gute Bilder, die das Auge erfreuen und beim Betrachter Emotionen erzeugen sollen, können niemals das Resultat standardisierter Vorgehensweisen und verbissenen Ernstes sein – sind sie doch das Ergebnis ungezügelter Spielfreude im Umgang mit Farbe, Licht und Schatten. Ihre Motivvielfalt dokumentiert alle Facetten im großen Spiel des Lebens.

© ROBIJN PAGE/Westend61

Mehr Bilder zum Thema findest Du hier.

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Kategorien Aktuelles Allgemein
Hubertus Stumpf

Hubertus Stumpf (49) weiß als langjähriger Zeitungsredakteur, dass ein guter Text nur die halbe Miete ist, wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen – genauso wichtig ist ein gutes Bild, das den Betrachter in den Text zieht. Der studierte Germanist ist ein Mann der schreibenden Zunft, beschäftigt er sich aber seit einiger Zeit auch verstärkt mit den Möglichkeiten der Digitalfotografie.

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