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bildergeschichte 05/17

Fast an keinem öffentlichen Ort fühlt man sich so unbeobachtet wie auf dem Kinosessel. Es ist dunkel und gemütlich und alle Aufmerksamkeit richtet sich nach vorne auf die Leinwand. Dort sind wir Zuschauer und nicht Protagonisten. Andrés Benitez hat denn Spieß umgedreht. Wir fanden die Idee sehr spannend und wollten mehr darüber erfahren…

© Andrés Benitez/Westend61

Andrés, die Leute auf dem Bild sehen ziemlich verschreckt aus. Lief da gerade ein Horrorfilm? Welche Atmosphäre herrschte beim Shooting und wie kamst du überhaupt auf diese Idee?

Andrés Benitez

Ich war schon immer an originellen Fotosessions interessiert, die gerne auch mal etwas schwieriger umzusetzen sind. Eine Herausforderung eben! Die Idee für dieses Shooting kam mir, als ich mit meiner Freundin im Kino war. Ich habe mir schon oft gedacht, dass das Kino ein Ort ist wo Menschen Spaß haben und tolle Momente erleben. Warum also nicht einmal ein Shooting mit dem Konzept Kino umsetzen?
Das Shooting fand hier in Madrid statt. Zunächst mussten wir einige Lichtproben durchführen. Die Lichtverhältnisse in einem Kinosaal sind ja bekanntermaßen etwas schwierig, da wir das Licht, das von einer bespielten Leinwand ausgeht, reflektieren mussten. Wir haben uns dann dafür entschieden eine weiße leuchtende Leinwand zu benutzen, die uns genügend Licht für das Shooting spendete.

Nachdem ein geeigneter Termin gefunden war, versammelten wir an einem Samstag ein paar Leute, ausgestattet mit Popcorn und 3D- Brillen, die ich und mein Team während des Shootings anleiteten. Wir haben verschiedene Einstellungen fotografiert, lachende und Popcorn essende Menschen, Paarfotos etc. Dann kam mir plötzlich die Idee auch verängstigte Zuschauer während eines Horrorfilms zu zeigen. Das würde lustig werden!
1,2,3 alle machten ein verschrecktes Gesicht und wir brauchten nicht lange um dieses Foto einzufangen. Ich finde es bringt die Stimmung im Kinosaal während eines Horrorfilms (die ich übrigens liebe) ganz gut rüber. Wir hatten an diesem Tag ganz ausgezeichnete Models und ich glaube auch sie hatten ihren Spaß. Meiner Meinung nach ist das eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Shooting.

Ich musste gleichzeitig mehrere Models dirigieren. Das hat mich motiviert. Auch wenn es mit vielen Leuten etwas chaotischer abläuft, muss man Geduld mitbringen und mit einer optimistischen Einstellung an die Sache herangehen. Man braucht ein gutes Gespür damit sich die Models wohl fühlen, denn dann können die eigenen Anweisungen umso besser umgesetzt werden. Nach dieser Session habe ich mich dann sogar getraut Shootings mit mehr als 18 Personen zu organisieren. Diese könnt ihr bald auf Westend61 sehen.
Ich hoffe euch gefallen die Bilder und ihr vergesst nicht mich auf www.westend61.de/AndresBenitez zu besuchen!

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